Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche

Ich möchte uns hier noch einmal extra vorstellen: wir sind ein Team, das aus einem Psychologen und einer Pädagogin besteht. Wir haben beide Schweigepflicht. Das bedeutet, alles, was wir von Euch erfahren, behalten wir bei uns. Wir sprechen nur dann mit Euren Eltern oder anderen Menschen darüber, wenn Ihr es uns ausdrücklich erlaubt habt. Wir halten Euch alle für schlau genug, dass wir mit Euch sprechen anstatt über Euch. Wir informieren Euch über alles, was wir in Zusammenhang mit Euch für wichtig halten, damit Ihr immer die Kontrolle über das, was geschieht, behaltet.

Der Psychologe Thomas Eckerle interessiert sich dafür, was Ihr könnt, was Ihr gerne tut, was Euch wichtig ist, wer Ihr seid. Ihr könnt mit ihm ein Quiz/einen Test machen, Fragenbögen beantworten, mit ihm sprechen, damit er Euch gut kennenlernen kann. Das möchte er deshalb, weil er Euch und Eure Eltern um so besser beraten kann, je besser er Euch kennt. Zu ihm kommen Kinder und Jugendliche dann, wenn sie sich unwohl fühlen in ihrem Leben, wenn es nötig ist, möglichst viele Informationen zu sammeln, um etwas zu ändern, so, daß Ihr es wirklich anschließend besser habt.

Die Pädagogin Rotraut Engelhardt ist diejenige, die aufgrund der Informationen, die Ihr gegeben habt, mit Euch und meist auch Euren Eltern Veränderungen bespricht, plant und durchführt. Das ist immer wieder neu und spannend, denn jedes Kind, jede(r) Jugendliche, jede Familie ist einzigartig, und es gibt keine Lösungen, die einfach für alle gut sind. Deshalb fragt sie besonders nach dem, was Ihr Euch wünscht, was Ihr verbessern wollt. Danach überlegen wir zusammen, wer sich an Veränderungen beteiligen sollte. Das können Lehrer in der Schule sein, Vater oder Mutter, Geschwister, Ihr selbst. Wir können neue Dinge ausprobieren und zusammen sehen, ob sie helfen oder nicht. Oft gibt es wegen Problemen in der Schule auch Streß in der Familie. Aber dadurch, daß wir an Veränderung arbeiten, merken Eltern oder Kinder und Jugendliche auf einmal, dass sie einander wieder mehr vertrauen können, dass sie füreinander wichtig sein können, und dann entspannen sich alle und schaffen es oft schnell wieder alleine, mit dem ganzen Alltag gut zurecht zu kommen.

Ich schreibe hier eine Auswahl der Situationen auf, die wir auf diese Weise bisher verändern konnten. Dabei fange ich bei einem ganz kleinen Jungen an und höre bei einer 20-Jährigen jungen Frau auf:

  • ein dreijähriger Junge, der sich im Kindergarten total langweilte, bekam interessante Aufgaben wie zum Beispiel „Bobbycar einparken“ und ging deshalb wieder gerne hin
  • ein fünfjähriger Junge, der immer mit seinem Freund aus der dritten Klasse zusammen lernte, fand mit uns eine Schule, in der er in allen Fächern so schwierige Sachen lernen durfte, wie er wollte
  • ein sechsjähriges Mädchen, das sich in der Schule mit keinem  Erwachsenen reden traute, bekam Unterstützung durch seine Lehrerin, so dass sie nach und nach in der Schule sprechen konnte. Dieser Lehrerin hatten wir geholfen, das Mädchen zu verstehen.
  • ein neunjähriges Mädchen, das so gerne auf die Klassenfahrt wollte, aber nachts noch Windeln brauchte, traute sich nach einigen Gesprächen mit uns und Veränderungen zu Hause, auf die Windel zu verzichten und auf die Toilette zu gehen. Die Klassenfahrt gelang.
  • ein zehnjähriges Mädchen, das ganz wenig Selbstvertrauen hatte, lernte zusammen mit seiner Familie mit uns, mutig zu sein, weil auch seine Mama bereit war, ihre Ängste zu überwinden
  • ein zwölfjähriger, bei dem wir ein paar Stunden in der Schule dabei waren, konnte uns zeigen, dass er dort wirklich schlimm gemobbt wurde. Dadurch glaubten seine Eltern endlich, dass er auf eine andere Schule gehen sollte und wir konnten eine finden, wo er sich sicher fühlen kann.
  • ein dreizehnjähriger Junge, der in der Schule nur sauer auf die Lehrer und Mitschüler war, der sich am liebsten umbringen wollte, weil er sich anders fühlte als alle anderen, sich ständig langweilte, die meisten Aufgaben nicht machte, weil ihm die ganze Schreiberei zu anstrengend war, machte mit uns den Hauptschulabschluß und hat jetzt seinen Traumberuf, obwohl er seit der 6. Klasse nicht mehr zur Schule ging
  • ein vierzehnjähriger Junge, der so viele Klassen übersprungen hatte, dass er schon in der Oberstufe war, lernte mit uns seine Angst vor dem Schreiben zu besiegen, so dass er gute Aufsätze schreiben konnte
  • ein neunzehnjähriger junger Mann, der Angst hatte, nicht normal zu sein, weil er dauernd in Gedanken kreiste und traurig war, lernte mit unserer Hilfe, mit sich selbst geduldig und freundlich zu werden, sich besser zu verstehen, so dass er wieder ohne Angst nach vorne schaut
  • eine zwanzigjährige junge Frau, die wegen einer chronischen Krankheit ab der 11. Klasse nicht mehr zur Schule gehen konnte, hat trotzdem mit unserer Vorbereitung das hessische Externenabitur gemacht und studiert jetzt.

Was Ihr mit uns sonst noch anfangen könnt, seht Ihr auf der Seite „Angebote